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PRO BOXING AUSTRIA wird Teil des AREA 47 SPORTS CLUB Erster großer Event ist Sölden Fightnight am 4. Dezember in Freizeit Arena
PRO BOXING AUSTRIA hat ausgedient - wird aber auch künftig nicht von der Bildfläche verschwinden. Der Verein, der seit 2004 zahlreiche Boxevents in Österreich organisiert hat, wird Teil des AREA 47 SPORTS CLUB, der ab Mai kommenden Jahres voll aktiv wird. Doch schon davor gibt es Aktivitäten. So die große Sölden Fightnight mit insgesamt sieben Kämpfen, davon 4 Titelfights, am Freitag, dem 4. Dezember, ab 18 Uhr in der Freizeit Arena.
Alle Detailinfos gibt's auf www.area47.at
Von Sölden auf den Boxthron Im Dezember boxte Robert Stieglitz in Sölden - jetzt ist er WBO-Weltmeister
Die Ötztaler Bergluft? Für viele Boxer offenbar ein Segen! Jüngstes Beispiel: Robert Stieglitz (SES Boxing). Im Dezember vergangenen Jahres lieferte er sich in der Freizeit Arena Sölden noch ein begeisterndes Gefecht gegen Universum-Profi Lukas Wilaschek. Siegte am Ende mit 2:1-Richterstimmen. Mit diesem Erfolg katapultierte sich der Figther aus dem Stall von Ulf Steinford in den Weltranglisten wieder nach oben. Bekam schließlich am 22. August seine große Chance: Kampf um die WBO-Weltmeisterschaft gegen Titelverteidiger Karoly Balzsay (Ungarn).
 Robert Stieglitz (links) holte sich den Weltmeistertitel. Foto: Chris Walch
Was kaum jemand für möglich gehalten hätte, realisierte der in Sölden gestählte Boxer. Balzsay kam zwar im SYMA-Sportcenter in der ungarischen Hauptstadt Budapest vor knapp 5000 fanatischen Landsleuten besser in den Fight, entschied Runde um Runde für sich und schien einem klaren Sieg einfahren zu können. Doch dann kam die neunte Runde. Zunächst ein Cut am Kopf von Balzsay. Dann bekam Stieglitz die berühmte zweite Luft, trieb den Titelverteidiger vor sich her und deckte ihn mit schweren Treffern ein. Auch in der zehnten Runde wirkte Balzsay orientierunglos, torkelte nur noch durch den Ring, ließ sich anschließend entkräftet in der Ringecke nieder. Ehe sein Kämpfer weiteren Schaden nehmen konnte, nahm ihn Trainer Fritz Sdunek unmittelbar zu Beginn von Runde elf aus dem Kampf. Völlig ausgepumpt musste der entthronte Titelverteidiger anschließend auf einer Trage aus dem Seilgeviert gebracht werden.
Von Sölden auf den Boxthron! Robert Stieglitz hat dieses Kunststück zuwege gebracht, ist nun WBO-Weltmeister im Supermittelgewicht. Und auch einer, der Sölden zu seinen bevorzugten Trainingsdestinationen zählt, überzeugte in Budapest. Jürgen Brähmer (Universum Box-Promotion) gewann den Fight um die WBO-Interimswelmeisterschaft gegen seinen Stallkollegen Aleksy Kuziemski (Polen) durch technischen K.o. in der elften Runde.
Ötztalnarrisches Universum Topstars der Boxszene schlugen in Sölden ihre Trainingszelte auf Sölden und der Boxsport - das hat sich zu einer ganz eigenen Beziehung entwickelt. die man durchaus innig nennen kann. Im Jahr 2004 kamen anlässlich der ersten Eurosport-Fightnight von PRO BOXING AUSTRIA und der Spotlight Boxing Gmbh bzw. Universum Box-Promotion internationale Topathleten in die Ötztaler Tourismushochburg. Im Dezember des Vorjahres feierte die Veranstaltung in der Freizeit Arena bereits ihr fünfjähriges Jubiläum.
 Das Promi-Treffen am Giggijoch: Seilbahnchef Jakob Falkner, Bürgermeister Ernst Schöpf, Ina Menzer, Tirols Landeshauptmann Günther Platter, Sergiy Dzinziruk und Hansi Neuner. Foto: Ernst Lorenzi
Sölden ist in dieser Zeit auch zu einer äußerst beliebten Destination für Trainingslager geworden. Immer wieder bereiteten sich Sportler aus dem Universum Boxstall in Hamburg auf ihre Kämpfe in der Ötztaler Bergwelt vor. Vom 9. bis 23. März 2009 war es wieder soweit. Zwei amtierende Weltmeister ließen sich im Hotel Tyrol verwöhnen und schwitzen in der Freizeit Arena. Und zwar auf eigene Kosten, was den Stellenwert, den Sölden in der Boxszene inzwischen genießt, wohl eindrucksvoll dokumentiert.
 Nur wenig Zeit zum Relaxen bleibt Weltmeisterin Ina Menzer. Foto: Leitner
Weltmeisterin Ina Menzer, die Sölden bestens kennt und das "Trainingslager auf eigene Faust" ausgeheckt hat: "Das Ötztal bietet für uns einfach optimale Bedingungen. Andere Trainingslager sind nicht annähernd so effektiv wie es sich hier alleine schon durch die Höhenlage automatisch ergibt."
Mit der Boxbeauty, die jeden Fotografen bildlich gesprochen mit der Linse schnalzen lässte, reiste auch noch Weltmeister Sergiy Dzinziruk an. Auch sehr zur Freude von Universum-Weltmeistermacher Michael Timm: "Das kommt auch nicht alle Tage vor, dass Sportler von einem Ort so angetan sind, dass sie freiwillige ins Trainingslager marschieren und das auch noch aus der eigenen Tasche bezahlen. Aber ich kann das verstehen, denn Sölden bietet wirklich alles, was Sportler benötigen." "El Indio" im Hafen der Ehe
Jahrelanghielt er für PRO BOXING AUSTRIA den Kopf hin, begeisterte durch seineWillensstärke im Seilgeviert. Im Mai des Vorjahres hat Joe Mayo seineaktive Boxkarriere beendet und lässt es seither etwas ruhiger angehen.Aber auch abseits der Erfolge im Ring gibt es erfreuliche Dinge überihn zu berichten. Vor wenigen Wochen heiratete er in seinerchilenischen Heimat in Mapuche-Manier seine Ale. PRO BOXING AUSTRIA unddie Fans von "El Indio" gratulieren herzlich. Schlaghagel sorgte für Begeisterung
Tolle Fights bei Eurosport-Fightnight in Sölden Tolle Atmosphäre, starke Kämpfe, mitreißende Stimmung! Die fünfte Auflage der Eurosport Fightnight vor 1200 Zuschauern war eine echte Attraktion. Nicht zuletzt wegen der erfolgreichen Titelverteidigung von Billi Godoy aus dem Hause PRO BOXING AUSTRIA.
Im ersten Fight des Abends hatte es der kleine Pal Bedak aus Ungarn besonders eilig. Der 1,56 Meter große Fliegengewichtler hielt sich exakt 42 Sekunden im Ring auf, ehe er bei seinem Profidebüt den Slowaken Robert Csicso final auf die Bretter schickte.
Erfolgreich verlief auch der Premierefight von Arthur Matern (Deutschland). Gegner Rastislav Frano (Slowakei) war hoffnungslos unterlegen, landete in der zweiten Runde im Ringstaub. Zur dritten Runde kam Frano nicht mehr aus der Ringecke.
 Willi Blain (rechts) überzeugte mit seiner Technik. Foto: Chris Walch
Die gewohnt technisch feine Klinge führte der Franzose Willi Blain gegen Laszlo Komjathi aus Ungarn. Der ging zwar ständig aggressiv nach vorne, wurde von Blain aber immer wieder gekonnt ausgekontert. Am Ende stand ein ungefährdeter Punktesieg für "Small Leonhard". Die Punkterichter werteten den Fight mit 79:74, 80:72 und 80:72 für den Favoriten.
 Zsolt Bedak trifft Bismarck Alfaro mit einer Linken. Foto: Chris Walch
 Eine schmerzhafte Angelegenheit für Alfaro. Foto: Ernst Lorenzi
Einen krachenden Knockout bekam das Publikum im Fight zwischen Zsolt Bedak und Bismarck Alfaro (Nicaragua) zu sehen. Der Mann aus Ungarn schickte seinen Gegner schon in der ersten Runde zwei Mal auf die Bretter. In der vierten Runde drehte er diesem nach 2:34 Minuten mit einem linken Haken endgültig die Lichter aus.
 Wilaschek trifft Stieglitz mit einem Aufwärtshaken. Foto: Chris Walch
 Stieglitz siegte knapp und umstritten nach Punkten. Foto: Ernst Lorenzi
Grandios verlief der Kampf um die Internationale Meisterschaft des WBC zwischen Lukas Wilaschek (Universum) und Robert Stieglitz (SES Boxing). Beide Kämpfer schenkten sich nichts. Stieglitz kam zwar besser in das Gefecht, Wilaschek fand mit Fortdauer des Duells aber ein passendes Rezept, hatte seinen Gegner in Runde 8 knapp vor dem Knockout. Am Ende werteten die Punkterichter das Duell mit 2:1 Stimmen (113:114, 115:112, 114:113) für Stieglitz.
 Billi Godoy (links) dominierte mit seiner Führhand. Foto: Chris Walch
 Billi Godoy mit dem Meistergürtel. Foto: Ernst Lorenzi
Den Schlusspunkt setzte in Sölden PRO-BOXING-AUSTRIA-Kämpfer Billi Godoy, der den Rumänen Mihai Macovei eine Revanche um den Gürtel des Internationalen Österreichischen Meisters gewährte. Der Gaucho begann verhalten, war aber der klar tonangebende Mann. Macovei präsentierte sich an diesem Abend als "Stinker", der es in erster Linie darauf anlegte, keinen Kampf zustande kommen zu lassen. In der vierten Runde fing sich der Rumäne einen satten Leberhaken von Godoy, musste angezählt werden. Zur 7. Runde kam er nicht mehr aus der Ringecke, gab das ungleiche Gefecht auf.
Als völlig unsportlich präsentierte sich bereits vor dem Kampf Macoveis Betreuer Gotthard Hinteregger, der sich über eine angebliche zeitliche Verzögerung mokierte. Ein trauriger Auftritt, zumal man wissen muss, dass Hinteregger selbst schon die Gelegenheit gehabt hätte, gegen Godoy anzutreten. Mit völlig überzogenen Forderungen ließ er das Kräftemessen, vor dem er offenbar Angst hatte, aber platzen. Die typische Verhaltensweise eines Möchtegern-Stars!
Die Ergebnisse der Eurosport-Fightnight in Sölden:
Fliegengewicht Pal Bedak (HUN) WKO1 Robert Ccicso (SVK)
Supert-Weltergewicht Athur Matern (D) WTKO3 Rastislav Frano (SVK)
Junior-Weltergewicht Willi Blain (FRA) W8 Laszlo Komjathi (HUN)
Junior-Federgewicht Zsolt Bedak (HUN) WKO4 Bismarck Alfaro (NIC)
WBC International Championship Super-Mittelgewicht Lukas Wilaschek (D) L12 Robert Stieglitz (D)
Internationale Österreichische Meisterschaft Mittelgewicht Billi Godoy (Arg) WTKO7 Mihai Macovei (RUM)
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